Führhund
Mittelfrequenz

MF-Basis

 

  • 2500 Hz
  • 4000 Hz
  • 8000 Hz

     

 

    Einfache mittelfrequente Basisströme sind für therapeutische Anwendungen nicht geeignet, sie sind nur ein Transportmittel!

 

AP- MIF

 

Die Verarbeitung eines Reizes (AP)  dauert ca. 1ms. Während dieser Zeit ist die  Zellmembran refraktär.

 

Alle Reize die in dieser Zeit auf die Zelle einwirken können nicht verarbeitet werden

 

 

 

 

    Damit dieses  Transportmittel eine therapeutische Wirkung erbringt, muss ihm, ein niederfrequenter Wirkungsmechanismus, aufgeprägt werden.

     

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     Die Wirkungsweise

    Durch den Wechselstromcharakter wird das Ionenmilieu im Körper kaum verändert. Mittelfrequente Ströme erzeugen keine Hyperämie. (vergleiche Galvanisation)

    Mittelfrequente Ströme mit einer hohen Basisfrequenz z.B. 8000 Hz haben nur einen sehr geringen Haut Reiz. Sie sind sehr verträglich und hoch dosierbar.

    Mittelfrequente Ströme mit einer niedrigen Basisfrequenz z.B. 2500 Hz haben einen stärkeren Haut Reiz. Sie regen Zellen, in der Haut, zu einem Histamin Ausstoß, an. Es entsteht eine lokale Hyperämie im Bereich der Elektroden.

    Es besteht nur eine geringe Nekrosen Gefahr, da sich unter den Elektroden kaum Säuren und Laugen abspalten. Dadurch sind sie hoch dosierbar und erreichen eine große Tiefenwirkung.

     

    Die eigentliche therapeutische Wirkung, erzeugt die aufgeprägte Stromform (Niederfrequenz)!

    Ähnlich einer Zeitung, dient das Papier (Basisfrequenz) als Träger der Information (Niederfrequenz)!

    Die schmerzlindernde Wirkung wird durch die Gate control Theorie erklärt.

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    Das Interferenz Verfahren

    Bei diesem Verfahren wird durch das Zusammentreffen zweier „getrennter“ Ströme eine Interferenz (Überlagerung) erzeugt.

    Diese Ströme sind einzeln nicht wahrnehmbar !

    Das Ergebnis, die sog. Schwebung, erzeugt die eigentliche Wirkung.

    Sie entsteht im Körper, innerhalb des Kreuzungsbereichs der Ströme.

Interferenz

 

 

Strom 1 – rot

Strom 2 – blau

 

 

 

    Die beiden Ströme müssen sich kreuzen, um im Körper, ein Interferenzfeld zu erzeugen. Im gelben Bereich entsteht die stärkste Wirkung.

    Die Frequenz von Strom 1 bleibt konstant, die von Strom 2 wird verändert.

     

    Beispiel 1

    Beispiel 2

    Strom 1

    4000 Hz

    4000 Hz

    Strom 2

    3950 Hz

    3900 Hz

    Schwebung

    50 Hz

       100 Hz

    Wirkung

    motorisch

    Schmerzlindernd

 

 

 

 

    Die entstehende „Schwebung“ hat folgendes Aussehen. Die Hüllkurvs Soll den niederfrequenten Wirkmechanismus darstellen.

IF!

 

 

Die Hüllkurve zeigt die Ähnlichkeit mit dem DDS -DF

 

 

    Wird die Frequenz des zweiten Stromes im Bereich von 50 – 100 Hz kontinuierlich verändert, entsteht ein „Spektrum“ mit allen Frequenzen zwischen 50 u. 100 Hz.,

     

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    Die Behandlung von Schmerzen im Bereich der LWS

     

IFB1

Strom 1 – rot

Strom 2 – blau

Schmerzen – gelb

Es gibt keine Anode und Kathode.

 

    Es empfiehlt sich mit einem Spektrum von 100–250 Hz zu behandeln.

     

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    AMF – Amplitudenmodulierte mittelfrequente Ströme

    Bei diesem Verfahren wird, den mittelfrequenten Basisströmen, im E-Gerät, ein niederfrequenter Wirkungsmechanismus aufgeprägt (moduliert).

    Es entstehen so Ströme mit einem:

  • MF     ähnlichem Charakter – 50   Hz aufgeprägt
  • DF     ähnlichem Charakter – 100 Hz aufgeprägt
  • URS  ähnlichem Charakter – 180 Hz aufgeprägt
  • LP     ähnlichem Charakter –  50 / 100 Hz aufgeprägt.

     

IF_MF

 

AMF - 50 Hz

Die Hüllkurve zeigt die Ähnlichkeit mit dem DDS -MF

 

 

IF_DF

 

AMF - 100 Hz

Die Hüllkurve zeigt die Ähnlichkeit mit dem DDS -DF

 

    Diese Ströme können einkanalig, mit 2 Elektroden bzw. zweikanalig, mit 4 Elektroden, angewendet werden.

     

     Die Behandlung von Schmerzen im Bereich der BWS

     

AMF_BWS

 

    Strom 1 – rot

    Strom 2 – blau

    Die Ströme kreuzen sich nicht ! 

     

     einkanalig                           zweikanalig

      z.B. mit DDS-LP  ähnlichem Charakter –  50 / 100 Hz.

     

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    Die Russische Stimulation

    Dieser geschwellte Mittelfrequenzstrom, eignet sich besonders gut, zur Behandlung gesunder, aber durch Inaktivität atrophierter,Muskulatur (z.B. Ruhigstellung, Schonhaltung).

    Er ist nicht geeignet zur Behandlung paretischer Muskulatur.

    Die Basisfrequenz dieses Stromes beträgt 2500 Hz. Dadurch wird eine lokale Hyperämie erreicht, die den Muskel besser versorgt.

    Der Aufgeprägte Wirkungsmechanismus 50 Hz, erzeugt eine Muskelkontraktion.

    Um einen Dauertetanus zu vermeiden, wird dieser Strom geschwellt, d.h. die Intensität wird langsam bis zum Maximalwert gesteigert und fällt dann allmählich wieder ab.

    Während der 10 s dauernden Muskelkontraktion soll der Patient die Muskulatur aktiv mit anspannen. In den darauf folgenden 30 s Pause, soll er seine Muskeln entspannen, “locker lassen“.

     

    Wichtig:

    Dieser Strom muss so hoch dosiert werden, das eine motorische Reaktion (Muskelkontraktion) entsteht.

    Nur ein Kribbeln (sensibel schwellig) reicht nicht aus!
     


     
    Die Kontraindikationen

    befinden sich im Behandlungsgebiet.

  • offene Wunden, Hautdefekte
  • Entzündungen
  • keine E.Therapie anwenden!

     


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