blind
RMP, AP

    Physiologische Grundlagen

    Inhalt

     

    Das Ruhemembranpotential - RMP
    Das Aktionspotential - AP
    Die Alles - oder - Nichts - Regelᅠᅠᅠ
    Die Klassifizierung der Nervenfasern

 

 

    Das Ruhemembranpotential der Zelle – RMP

Zelle_rmp

Zwischen der Innen- u. Außenseite der Zellmembran besteht In Ruhe eine  elektrische Spannung von – 80 mV.

Minus 80 mV soll aussagen, das die Innenseite der Zellmembran negativ und die Außenseite positiv geladen ist.

    Innerhalb der Zelle ist die Konzentration von Kaliumionen K+  30mal höher als außerhalb. Das Gegen Ion ist ein Proteinanion P-.

    Außerhalb der Zelle ist die Konzentration von Natriumionen Na+ 15 mal höher als innen. Das Gegen Ion ist ein Cloridion Cl-.

    Die Zellmembran verhindert einen Konzentrationsausgleich durch Diffusion.

    Sie ist in Ruhe aber relativ gut durchlässig für K+.

    K+  Ionen gelangen durch Kanäle in der Zellmembran nach außen, ziehen dabei ihr Proteinanion P- an die Innenseite der Membran.

    Es entsteht eine elektrische Spannung zwischen Innen- u. Außenseite der Zellmembran.

     

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    Das Aktionspotential - AP

    Der Austausch von Informationen zwischen den Nervenzellen erfolgt mittels 
    elektrischer Impulse. Diese Impulse „Aktionspotentiale“ entstehen durch 
    eine Reizung der Nervenzelle.

     

    Die Depolarisation

Depol-Zelle

Durch einen Reiz wird dir Zellmembran durchlässiger für Na+ Ionen. Na+ 
Ionen strömen in die Zelle ein, das RMP steigt schnell bis auf  + 30 mV an

→ Überschuss.

     

     

    Die Repolarisation

Repol-Zelle

Nach diesem überschießen der Polarisation nimmt die Durchlässigkeit 
der Membran für Na+ Ionen wieder ab,  für K+ Ionen aber zu. K+ Ionen 
strömen aus der Zelle, das Membranpotential kehrt langsam zum Niveau
des RMP zurück.

     

    Diese Vorgänge verlaufen ohne Energieverbrauch, die treibende Kraft st die Diffusion.

 

    Die Natrium- Kalium - Pumpen


    Da die Zellen permanent Aktionspotentiale erzeugen, strömt ständig Na+  ein und  K+  aus. In der Zellmembran befinden sich  Natrium- Kalium - Pumpen, die unter Energieverbrauch das Konzentrationsgefälle wiederherstellen .Sie schleusen Na+ aus und K+  wieder ein.

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    Die Alles - oder - Nichts - Regel  

    Ein unterschwelliger Reiz löst kein AP aus. Unterschiedlich starke überschwelliege Reize lösen immer das gleiche AP aus.

    Das AP sieht immer gleich aus und ist unabhängig von der Reizstärke.

     

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    Die Klassifizierung der Nervenfasern

    Die Weiterleitung der AP’s über Axone hängt von dem Grad der Myelinisierung ab. Myelinisierte Axone leiten saltatorisch und damit schnell, unmyelinisierte Neurite leiten kontinuierlich und damit langsamer. Somit lassen sich Nerven nach ihrer Dicke und ihrer Leitungsgeschwindigkeit einteilen, wobei sich beide Einteilungen entsprechen.

     

    Die Einteilung nach Leitungsgeschwindigkeit

    Man wählt die Bezeichnungen A, B, C mit den Unterteilungen für die A-Fasern von Alpha, Beta, Gamma und Delta ). A sind die schnellsten mit ca. 100 m/s,  C-Fasern sind die langsamsten mit ca. 1 m/s. A-Fasern sind motorische, C-Fasern vegetative Nerven.

     

    Die Einteilung nach Faserdicke

    Hier wählt man die Bezeichnung I - IV, wobei die Bezeichnung I noch in  la und Ib unterteilt wird. Die la-Fasern sind mit 20  µm im Durchschnitt die dicksten, IV-Fasern mit 1 µm am dünnsten. Somit
     entsprechen la-Fasern den A-Fasern und IV-Fasern den C-Fasern (Ib-Fasern sind Sehnenafferenzen. Nerven, die AP’s
    zum ZNS (Gehirn und Rückenmark) hinführen, bezeichnet man als Afferenzen,  diejenigen, die Information wegleiten, heißen Efferenzen.

     

    Für Afferenzen wird meist die Einteilung I - IV gewählt,

    für Efferenzen bedient man sich der A-C Einteilung.

    Leider wird diese Regel häufig durchbrochen.

     

     

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