Führhund
TENS

    TENS - Transkutane Elektrische Nerven Stimulation

    Inhalt

    TENS
    Die Stromformen
    Die Dosierung
     Die Kontraindikationen

     

     

    TENS

    Die TENS-Ströme haben eine gute schmerzlindernde Wirkung. Chronische Schmerzreize werden vorwiegend von langsam leitenden C-und Aδ Fasern vermittelt. Durch TENS erregte, schnelleitende, sensible Nerven (Aβ), hemmen, auf spinaler Ebene, die Schmerzweiterleitung zum Gehirn (Gate control Theorie). Durch die Freisetzung schmerzhemmender Transmitter in Gehirn und Rückenmark wird die Wirkung verstärkt. Die Analgesie kann mit einer Zeitverzögerung von 20 Min.  einsetzen und hält bis zu 2 Stunden an.

    Diese Ströme werden in kleinen, transportablen Geräten erzeugt. Die Patienten können die beiliegenden Klebeelektroden direkt im Schmerzgebiet, im Dermatom oder in der kontralateralen, segmentalen Seite  platzieren und sich mehrmals täglich Behandeln.

    Die TENS-Geräte bieten ein sehr breites Frequenzspektrum an. Welche Frequenz bei dem Patient die beste, schmerzlindernde Wirkung  erzielt, muss erprobt werden!

    Klassisch sind Werte von 100 Hz, 140 Hz, 180 Hz.

    Durch Frequenzen zwischen 1 Hz und 25 Hz werden „pochende“ Impulse erzeugt, die oft sehr gute Ergebnisse erreichen.


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    Die Stromformen

    Bei den TENS-Strömen unterscheidet man zwischen „monophasischen“  und „biphasischen“ Impulsen, deren Stromflusszeit zwischen 0,1 – 1 ms  variiert.

     

    Tens monophasisch

tens mono

 

Es handelt sich um Rechteckimpulse mit einer polaren Wirkung und gleich bleibender Frequenz.

Die Kathode ist die Reizelektrode.

     

    Tens biphasisch

Tens sto bi

 

Es handelt sich um einen rechteck-förmigen Wechselstrom ohne polare Wirkung, mit gleich bleibender Frequenz.

Der Reiz unter den beiden Elektroden ist gleich stark.

 

 

    Stochastische Tens-Ströme (mono- u. biphasisch)

Tens sto

Bei diesen monophasischen Strömen wird die Frequenz nach einem „Zufalls-prinzip“ verändert, um den  Gewöhnungseffekt auszuschalten.

Die Kathode ist die Reizelektrode.

 

Tens sto bi

 

Bei diesen biphasischen Strömen wird die Frequenz nach einem „Zufallsprinzip“ verändert, um den Gewöhnungseffekt auszuschalten.

Der Reiz unter den beiden Elektroden ist gleich stark.

 

 

    Tens biphasisch asymmetrisch

Tens asym

Bei diesen biphasischen Impulsen ist der Strom nicht symmetrisch zur Nulllienie. Sie haben eine ähnliche Wirkung wie die Hochvolt Ströme. Durch ihre polare Wirkung sind die Vorteile von Anode und Kathode nutzbar.

Die Kathode ist die Reizelektrode.

 

 

 

    Die Dosierung

    Je nach Schmerzsituation, können sich die Patienten 3-4 mal täglich behandeln.Die Behandlungszeit sollte ca. 20 Min. (pro Behandlung) betragen und der Strom soll deutlich gespürt werden.

    Durch die kurze Stromflusszeit, von ca. 0,5 ms, besteht bei den Strömen  nur eine geringe Nekrosen Gefahr.

 

    Die Kontraindikationen

    befinden sich im Behandlungsgebiet.

  • offene Wunden, Hautdefekte
  • Entzündungen
  • keine E.-Therapie anwenden!

     

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