Führhund
Ultraschall

    Der Ultraschall - US

    Inhalt

    Die Schallwellen
    Die Erzeugung des Ultraschalls
    Die Ultraschall Therapie
    Die Wirkungsmechanismen
    Die Dosierung
    Die Indikationen
    Die Phonophorese
    Der Ultraschall im Wasserbad
    Das Simultanverfahren
     

     

    Die Schallwellen

    Schallwellen, sind mechanische Schwingungen, die sich z.B. in der Luft und im Wasser, ausbreiten. Zu ihrer Übertragung wird ein Transportmittel,“ein sog. Fehikel“, benötigt. Die Moleküle des Fehikels werden in Schwingungen versetzt und übertragen so die Schallwellen. Treffen diese Wellen auf ein Hindernis, werden sie reflektiert und es entsteht ein Echo.

    Die Einteilung nach den Frequenzen
     

     

        Frequenzen im Bereich

    Hörbereich

         30 Hz  –  16000 Hz

     Infraschall

         unterhalb       20 HZ

    Ultraschall

         oberhalb 20000 Hz


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    Die Erzeugung des Ultraschalls

    Der eigentliche Ultraschall wird in einem Schallkopf erzeugt, in dem sich ein besonderer Kristall befindet. Wird diesem Kristall ein Strom zugeführt, wandelt der ihn in mechanische Schwingungen um. (Piezoelektrischer Effekt). Die Metallplatte am Schallkopf, die mit dem Piezokristall verbunden ist, übernimmt diese Schwingungen und erzeugt so den Ultraschall. Die Schwingungsweite (Hub) dieser Metallplatte ist jedoch sehr gering.

     

    Die Schematische Darstellung eines Schallkopfes

     

Schallkopf


      Anschlussleitung, grau

      Piezokristall, blau

      Metallplatte, rot

      Schwingungsrichtung  
     


    In der physikalischen Therapie wird mit Ultraschallfrequenzen im Bereich von 0,8 -3 MHz gearbeitet.

  • US mit 0,8 bzw. 1 MHz erzielt eine große Tiefenwirkung.
  • US mit 3 MHZ wir schon stark in den oberen Gewebeschichten absorbiert und entwickelt dort seine Wirkung.


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    Die Ultraschall Therapie

    Die direkte Ankopplung

    Um die mechanische Energie des Ultraschalls in den Körper einzubringen, ist ein Kopplungsgel notwendig. Da der Schwingungshub, des Ultraschalls, sehr klein ist, würden kleinste Unebenheiten der Haut eine gleichmäßige Übertragung auf die Gewebe verhindern.

    Der US dringt senkrecht, unter dem Schallkopf, in das Gewebe ein. Er breitet sich in Form einer Longitudinalwelle aus.

    Der Ultraschall ist auf Grund seiner hohen Frequenz nicht zu spüren.

    Der Schallkopf  muss bei der Behandlung ständig bewegt werden!

    Durch Reflexionen, z.B. an den Knochen, gelangt ein Teil der Energie wieder zum Schallkopf zurück. Durch  Überlagerung bilden sich sog. Stehende Wellen, mit einem Vielfachen an Energie. Dieses kann zur Entstehung von Nekrosen, im Gewebe, führen.

     

Stehende_Wellen

      Schallkopf


      Ultraschallwelle                                                              
     


  •   Stehende Wellen

      Reflektierte Welle

     
      Knochen

     
     

 


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    Die Wirkungsmechanismen

    Die primäre Wirkung des US ist eine Mikrovibrationsmassage. Auf die Zellen wirken erhebliche Zug- u. Druckkräfte, die eine Verbesserung der Membrandurchlässigkeit bewirken.

    Die sekundäre Wirkung ist die Wärmeentwicklung im Gewebe. Sie entsteht durch die Absorption (Aufnahme) der mechanischen Energie, aber auch durch Reibungswärme. Da die Körperkerntemperatur in engen Grenzen konstant gehalten wird, reagiert der Körper mit einer Hyperämie. Die Wärme soll mit dem Blutstrom (Kühlmittel) abtransportiert werden.

     

    Der Dauerschall

    Der US wird kontinuierlich auf die Gewebe übertragen. Er Bewirkt eine Mikrovibrationsmassage mit einer Wärmewirkung und Hyperämie.

     

    Der Impulsschall

    Der US wird mit Pausen auf die Gewebe übertragen. Er bewirkt eine Mikrovibrationsmassage ohne Wärmewirkung und Hyperämie.

     

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    Die Dosierung

    Es gilt der Grundsatz:

    Je akuter die Beschwerden desto kürzer die Behandlungszeit und niedriger die Intensität.

    Je chronischer der Verlauf desto länger die Behandlungszeit und höher die Intensität.



    Die Dosierungsstufen des US:

  • niedrige Dosis         bis    0,3 W/cm2, ca.  3  Min.
  • mittlere Dosis          0,4 – 0,8 W/cm2 ca.  6  Min.
  • starke Dosis           0,9 –  1,5 W/cm2 ca. 12 Min.

  • Die Behandlungszeit ist abhängig von der Größe des Behandlungsgebietes. Eine Handtellergroße Fläche sollte  ca. 6 Min. behandelt werden.(Behandlungsgebiet entsprechend einteilen)

     

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     Bei akuten Entzündungen mit Impulsschall arbeiten.(keine Wärme u. Hyperämie)

    Keine Behandlung der HWS, oberhalb C4.(Austrittsbereich des N. phrenicus)

    Äußerste Vorsicht bei Patienten, die Blutverdünner einnehmen.  (Hämatom Gefahr)

     

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    Die Indikationen

  • Schmerzhafte Muskelverspannungen
  • Myogelosen
  • Insertionstendopatien
  • Narbenbehandlung
  • Gestörte Knochenheilung
  • Posttraumatische Zustände (Kapseln, Bänder)
  • Vertebragenes Schmerzsyndrom


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    Die Phonophorese

    Unter Phonophorese versteht man das Einbringen eines Medikamentes, durch die intakte Haut, mit Hilfe des Ultraschalls.

    Bei der Behandlung wird kein Kopplungsgel verwendet. Das Medikament, in Salbenform, übernimmt gleichzeitig dessen Aufgabe.

    Durch die Schallwellen, wird das Medikament in tiefere Gewebsschichten Eingebracht, und wirkt nicht nur oberflächlich.

     

    Vorteile gegenüber der Iontophorese:
     
  • das gesamte Medikament wird eingebracht, nicht nur bestimmte Ionen
  • keine Nekrosen Gefahr durch Verätzung (Säuren, Laugen)
  • keine sensible Belastung durch den Strom
  • durch die Mikrovibrationsmassage wird die Aufnahme des Medikamentes verbessert


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    Der Ultraschall im Wasserbad,die subaquale Applikation

    Im Wasser breitet sich der Ultraschall sehr gut aus. Die mechanische Energie des US kann so gleichzeitig auf viele kleine Gelenke einwirken. Besonders Vorteilhaft ist die „indirekte Ankopplung“ bei der Behandlung sehr schmerzhafter Bereiche, da ein zusätzlicher Reiz durch den Schallkopf vermieden wird.


 US-Wasser

 

 

Der Schallkopf soll, in ca. 1-2 cm Abstand, langsam über das Behandlungsgebiet bewegt werden.

     


    Bei sehr häufiger Anwendung sollte sich der Therapeut durch das Tragen von Einmalhandschuhen schützen.

    Es gelten die gleichen Dosisstufen wie bei der „direkten Ankopplung“ des US.

     

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    Das Simultanverfahren

    Als Simultanverfahren (Sim) wird die Kombination von US mit einem Reizstrom bezeichnet. Beide Komponenten wirken gleichzeitig, auf die Gewebe ein. Dadurch wird ihre Wirkung um ein vielfaches gesteigert.

     

an616Wichtig;

Vor der Behandlung ist die Geräteschaltung CV zu wählen!

Stellem Sie zuerst die Intensität des Ultraschalls ein! Danach erhöhen Sie langsam die Intensität des Stromes, bis ein deutliches Stromgefühl auftritt.


    Der Schallkopf ist wie bei der US Therapie, über das Behandlungsgebiet, zu bewegen.


sim

 

Die Gegenelektrode wird außerhalb, des zu Behandelnden Bereiches, platziert.

 

    Es ist ein leitfähiges Kopplungsgel zu verwenden. Öl ist ein elektrischer Isolator und ist für das „Sim“ Verfahren nicht geeignet.

    Bei der Kombination mit pulsierenden Gleichströmen (z.B. CP, LP, URS) ist der Schallkopf die Kathode und wirkt so als Reizelektrode.

    Durch das Herabsetzen des RMP (Katelektrotonus) und gleichzeitiger Wirkung des US entsteht so eine sehr gute schmerzlindernde und detonisierende Wirkung (Gate control Theorie). Die Durchblutung wird gleichzeitig auf ca. 300% gesteigert.

    Es besteht jedoch eine erhebliche Nekrosen Gefahr.

    Besonders zu empfehlen ist die Kombination mit mittelfrequenten, bzw. Hochvolt Strömen. Es besteht hier nur eine geringe Nekrosen Gefahr, bei hoher Dosierbarkeit.

     

    Die Dosierung

    Der US wird wie bei der US Therapie dosiert. Der Strom soll ein deutliches kribbeln erzeugen (sensibel schwellig), es soll jedoch keine motorische Reaktion der Muskulatur auftreten.

    Als erstes ist die US Intensität einzustallen, danach wird der Strom langsam erhöht.

     

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